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Zusätzliches Einkommen generieren: Die Covered Call Strategie im Optionshandel 📈

Juli 27, 2026 | General

 

Die Covered Call Strategie verstehen: Entdecken Sie, wie Sie mit dieser beliebten Optionsstrategie ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aus Ihrem Aktienportfolio erzielen können. Erfahren Sie die Vor- und Nachteile sowie die neuesten Markttrends für 2026!

 

Haben Sie sich jemals gefragt, wie professionelle Anleger auch in weniger volatilen Zeiten kontinuierlich Erträge aus ihren Portfolios ziehen? Oder wie Sie das Potenzial Ihrer bereits gehaltenen Aktien optimal nutzen können, ohne sie direkt zu verkaufen? Viele von uns kennen das Gefühl, wenn das Depot stagniert und man nach Möglichkeiten sucht, das Kapital effizienter arbeiten zu lassen. Genau hier kommt eine faszinierende und beliebte Optionsstrategie ins Spiel: der Covered Call. In diesem Beitrag tauchen wir tief in die Welt der gedeckten Kaufoptionen ein und zeigen Ihnen, wie Sie damit ein regelmäßiges Zusatzeinkommen generieren können – natürlich immer mit Blick auf die neuesten Entwicklungen und Statistiken des Jahres 2026. Bereit, Ihr Wissen zu erweitern und Ihr Portfolio zu optimieren? 😊

 

Was ist ein Covered Call? Eine Einführung 🤔

Die Covered Call Strategie, im Deutschen auch als „gedeckte Kaufoption“ bekannt, ist eine Optionsstrategie, die darauf abzielt, zusätzliches Einkommen aus einem bestehenden Aktienportfolio zu generieren. Kurz gesagt, verkaufen Sie dabei Call-Optionen (Kaufoptionen) auf Aktien, die Sie bereits besitzen. Da Ihre Aktien die potenzielle Lieferverpflichtung der verkauften Call-Option abdecken, spricht man von einer „gedeckten“ Position.

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen 100 Aktien eines Unternehmens. Mit einem Covered Call verkaufen Sie das Recht an einen anderen Anleger, diese 100 Aktien zu einem vorher festgelegten Preis (dem sogenannten Ausübungspreis oder Strike-Preis) und bis zu einem bestimmten Datum (dem Verfallsdatum) von Ihnen zu kaufen. Für dieses Recht erhalten Sie eine Prämie – und genau diese Prämie ist Ihr sofortiges Einkommen.

💡 Wussten Sie schon?
Die Covered Call Strategie wird oft auch als „Buy-Write-Strategie“ bezeichnet, insbesondere wenn der Kauf der zugrunde liegenden Aktie und der Verkauf der Call-Option gleichzeitig erfolgen. Dies kann den Kaufpreis der Aktie effektiv verbilligen.

 

Wie funktioniert ein Covered Call in der Praxis? 📊

Der Mechanismus ist recht einfach: Sie besitzen Aktien (den Basiswert) und sind bereit, diese zu einem bestimmten Preis zu verkaufen, falls der Markt über diesen Preis steigt. Dafür lassen Sie sich die Bereitschaft, Ihre Aktien abzugeben, durch eine Optionsprämie bezahlen. Wenn der Kurs der Aktie bis zum Verfallsdatum unter dem Ausübungspreis bleibt, verfällt die Option wertlos, und Sie behalten die Prämie als Gewinn. Sie können dann sofort eine neue Call-Option auf dieselben Aktien verkaufen und so regelmäßig weiteres Einkommen generieren.

Diese Strategie eignet sich besonders gut, wenn Sie eine neutrale bis leicht bullische Markterwartung für Ihre Aktien haben. Das heißt, Sie glauben, dass der Kurs der Aktie entweder stagnieren, leicht steigen oder leicht fallen wird. Bei stark steigenden Kursen ist Ihr Gewinn zwar auf den Ausübungspreis plus die erhaltene Prämie begrenzt, aber Sie profitieren von der Prämie, auch wenn der Kurs leicht fällt.

Die Komponenten eines Covered Calls

Komponente Beschreibung Einfluss auf die Strategie Hinweise
Basiswert (Underlying) Die Aktie oder der ETF, die Sie besitzen und auf die Sie die Call-Option verkaufen. Absicherung der Call-Option, begrenzt den maximalen Verlust. Wählen Sie liquide Basiswerte mit aktiven Optionsmärkten.
Call-Option Das Recht, den Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Sie verkaufen dieses Recht. Generiert die Optionsprämie als Einkommen. Wählen Sie einen Ausübungspreis (Strike), der über dem aktuellen Kurs liegt (Out of the Money).
Ausübungspreis (Strike) Der Preis, zu dem der Käufer der Option Ihre Aktien kaufen kann. Bestimmt das maximale Gewinnpotenzial und die Wahrscheinlichkeit der Ausübung. 3-10% Out of the Money (OTM) reduziert die Wahrscheinlichkeit der Zuteilung.
Verfallsdatum (Expiration) Das Datum, an dem die Option abläuft. Bestimmt die Laufzeit der Option und den Zeitwertverfall (Theta). Laufzeiten von 30-45 Tagen sind oft optimal für den Theta-Ertrag.
⚠️ Achtung!
Obwohl Covered Calls als relativ sichere Optionsstrategie gelten, begrenzen sie Ihr Aufwärtspotenzial. Wenn Ihre Aktie stark über den Ausübungspreis steigt, müssen Sie diese zum Strike-Preis verkaufen und verpassen so weitere Kursgewinne.

 

Aktuelle Trends und Statistiken im Optionshandel (2025/2026) 📌

Die Welt der Derivate ist ständig in Bewegung, und das Jahr 2026 zeigt einige interessante Entwicklungen, die für Optionshändler relevant sind. Es scheint, als würden sich professionelle Anleger auf erhöhte Volatilität einstellen, auch wenn die großen Indizes auf den ersten Blick stabil wirken.

  • Steigende Optionsvolumina:
    Im zweiten Quartal 2026 erreichte das durchschnittliche tägliche Volumen (ADV) an den Optionsmärkten 72,8 Millionen Kontrakte, ein Anstieg von über 19% gegenüber dem Vorjahr. Besonders Index- und ETF-Optionen trugen zu diesem Wachstum bei, was auf eine breitere Akzeptanz und Nutzung des Optionsmarktes hindeutet.
  • Vorsichtiger Optionsmarkt:
    Trotz der Rekordstände des S&P 500 signalisiert der Optionsmarkt Vorsicht. Die Nachfrage nach Put-Optionen zur Absicherung gegen Kurskorrekturen ist deutlich gestiegen, was darauf hindeutet, dass institutionelle Anleger stärkere Kursschwankungen erwarten. Historisch gesehen gingen solche Phasen oft einer Zunahme der Volatilität voraus.
  • Wachsende Derivatemärkte:
    Auch abseits von Aktienoptionen wachsen die Derivatemärkte. Der Nennwert ausstehender OTC-Derivate stieg bis Juni 2025 auf 846 Billionen US-Dollar, ein Anstieg von 16% gegenüber Juni 2024. Besonders Zinsderivate (IRD) und Credit Default Swaps (CDS) verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 erhebliche Zuwächse.

 

Vorteile und Überlegungen für Ihre Strategie 👩‍💼👨‍💻

Die Covered Call Strategie bietet eine Reihe von Vorteilen, die sie für viele Anleger attraktiv macht, insbesondere in einem Marktumfeld, das von moderaten Kursbewegungen oder Seitwärtsmärkten geprägt ist.

  1. Regelmäßiges Zusatzeinkommen: Der offensichtlichste Vorteil ist die Möglichkeit, durch den Verkauf von Optionen konstante Prämienzahlungen zu erhalten. Dies kann eine attraktive Ergänzung zu Dividenden sein.
  2. Risikopuffer bei Kursrückgängen: Die erhaltene Prämie dient als Puffer, der einen Teil der Verluste bei leicht fallenden Aktienkursen abfedern kann.
  3. Einstiegspunkt für Aktienverkäufe: Wenn Sie ohnehin planen, Ihre Aktien zu einem bestimmten Preis zu verkaufen, können Sie durch den Verkauf eines Covered Calls zusätzliche Einnahmen erzielen, während Sie auf das Erreichen Ihres Wunschpreises warten.
  4. Einfachheit: Im Vergleich zu komplexeren Optionsstrategien ist der Covered Call relativ einfach zu verstehen und umzusetzen, was ihn auch für Einsteiger interessant macht.
📌 Tipp für deutsche Anleger:
Führen Sie unbedingt genaue Buch über Prämien, Zuteilungen und realisierte Verkäufe. Dies ist für die deutsche Steuererklärung entscheidend, da Gewinne aus Optionsgeschäften der Abgeltungssteuer unterliegen können.

 

Praktisches Beispiel: Ein Covered Call in Aktion 📚

Um die Covered Call Strategie greifbarer zu machen, schauen wir uns ein konkretes Beispiel an:

Situation von Anlegerin Anna

  • Anna besitzt 100 Aktien des Unternehmens „TechInnovate“ (TI) zu einem Durchschnittspreis von 100 € pro Aktie.
  • Der aktuelle Kurs der TI-Aktie liegt bei 105 €.
  • Anna ist der Meinung, dass die Aktie in den nächsten 30 Tagen nicht stark über 110 € steigen wird.

Annas Covered Call Trade

1) Anna verkauft eine Call-Option auf 100 TI-Aktien mit einem Ausübungspreis von 110 € und einem Verfallsdatum in 30 Tagen.

2) Für den Verkauf dieser Option erhält sie eine Prämie von 2 € pro Aktie, also insgesamt 200 € (100 Aktien * 2 €).

Mögliche Szenarien nach 30 Tagen

Szenario 1: Kurs unter 110 € (z.B. 108 €)
Die Option verfällt wertlos. Anna behält ihre 100 TI-Aktien und die erhaltene Prämie von 200 €. Ihr Gewinn aus der Optionsprämie beträgt 200 €. Zusätzlich profitiert sie von einem Kursanstieg der Aktie von 100 € auf 108 €.

Szenario 2: Kurs über 110 € (z.B. 115 €)
Die Option wird ausgeübt. Anna muss ihre 100 TI-Aktien für 110 € pro Aktie verkaufen. Ihr Gewinn pro Aktie beträgt 10 € (110 € Verkaufspreis – 100 € Einkaufspreis) plus die 2 € Optionsprämie, also insgesamt 12 € pro Aktie (1.200 € Gesamtgewinn). Sie hat zwar den Kursanstieg über 110 € verpasst, aber dennoch einen guten Gewinn erzielt.

Dieses Beispiel zeigt, wie Anna in beiden Szenarien von ihrer Covered Call Strategie profitiert. Sie generiert entweder zusätzliches Einkommen oder realisiert einen Gewinn aus ihren Aktien zu einem von ihr akzeptablen Preis. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, ein passives Einkommen aufzubauen, insbesondere wenn man von einem eher stabilen oder leicht steigenden Markt ausgeht.

 

Fazit: Die Covered Call Strategie meistern 📝

Die Covered Call Strategie ist ein mächtiges Werkzeug im Arsenal eines jeden Anlegers, der sein Portfolio optimieren und regelmäßiges Einkommen generieren möchte. Gerade in Zeiten, in denen der Optionsmarkt, wie wir für 2026 sehen, eine zunehmende Volatilität und Absicherungsbedürfnisse signalisiert, kann diese Strategie eine wertvolle Ergänzung sein.

Denken Sie daran: Wissen ist Macht! Verstehen Sie die Funktionsweise, die Risiken und die Chancen, bevor Sie mit dem Handel beginnen. Der Optionshandel erfordert Sorgfalt und kontinuierliches Lernen, aber die potenziellen Erträge können sich lohnen. Wenn Sie weitere Fragen haben oder Ihre Erfahrungen teilen möchten, hinterlassen Sie gerne einen Kommentar. Ich freue mich auf den Austausch! 😊