Wer träumt nicht davon, sein Portfolio nicht nur durch Kursgewinne, sondern auch durch regelmäßige Einnahmen zu stärken? Gerade in einem Marktumfeld, das von Unsicherheit und wechselnden Trends geprägt ist, suchen viele Anleger nach Wegen, ihre Strategien zu diversifizieren und zusätzliche Cashflows zu schaffen. Ich persönlich habe mich oft gefragt, wie man das Beste aus seinen bestehenden Aktieninvestitionen herausholen kann, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen. Hier kommt eine faszinierende und bewährte Optionsstrategie ins Spiel: der Covered Call, auf Deutsch auch gedeckter Call genannt. Diese Methode kann Ihnen helfen, aus Ihren Aktienbeständen ein stabiles Nebeneinkommen zu erzielen. Sind Sie bereit, mehr darüber zu erfahren? 😊
Was ist ein Covered Call? Die Grundlagen verstehen 🤔
Ein Covered Call ist eine Optionsstrategie, die darauf abzielt, durch den Verkauf von Call-Optionen auf bereits im Besitz befindliche Aktien zusätzliche Einnahmen zu generieren. Das Wort „gedeckt“ (covered) ist hier entscheidend: Es bedeutet, dass Sie die zugrunde liegenden Aktien, auf die Sie die Option verkaufen, tatsächlich besitzen. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu einem „ungedeckten“ Call, der mit unbegrenzten Risiken verbunden sein kann. Die Strategie wird oft von Anlegern eingesetzt, die eine Aktie langfristig halten möchten, aber in der Zwischenzeit eine moderate Rendite erzielen wollen, insbesondere wenn sie erwarten, dass der Aktienkurs in einem bestimmten Zeitraum seitwärts tendiert oder nur leicht steigt.
Grundsätzlich verkaufen Sie als Anleger das Recht an jemand anderen, Ihre Aktien zu einem vorher festgelegten Preis (dem Ausübungspreis oder Strike Price) bis zu einem bestimmten Datum (dem Verfallsdatum) zu kaufen. Für dieses Recht erhalten Sie sofort eine Prämie. Diese Prämie ist Ihr direkter Ertrag aus der Strategie. Falls die Aktie bis zum Verfallsdatum nicht über den Ausübungspreis steigt, verfällt die Option wertlos, und Sie behalten sowohl Ihre Aktien als auch die erhaltene Prämie. Falls der Aktienkurs jedoch den Ausübungspreis überschreitet, kann die Option ausgeübt werden, und Sie müssten Ihre Aktien zum Ausübungspreis verkaufen.
Die Covered Call Strategie wird oft als relativ konservative Optionsstrategie angesehen, da das Risiko durch den Besitz der zugrunde liegenden Aktien begrenzt ist. Sie ist ideal für Anleger, die ein bestehendes Portfolio optimieren möchten.
Wie funktioniert die Covered Call Strategie? Vorteile und Risiken 📊
Die Funktionsweise ist recht einfach: Sie besitzen 100 Aktien eines Unternehmens (ein Standard-Optionskontrakt bezieht sich in der Regel auf 100 Aktien). Sie wählen einen Call-Optionskontrakt auf diese Aktie, der einen Ausübungspreis hat, der über dem aktuellen Marktpreis Ihrer Aktie liegt, und ein Verfallsdatum in der Zukunft. Durch den Verkauf dieses Kontrakts erhalten Sie sofort die Optionsprämie. Diese Prämie stellt einen direkten Gewinn dar, unabhängig davon, wie sich der Aktienkurs entwickelt. Ihr Ziel ist es, dass die Aktie bis zum Verfallsdatum unter dem Ausübungspreis bleibt, damit die Option wertlos verfällt und Sie sowohl Ihre Aktien als auch die Prämie behalten.
Steigt der Aktienkurs jedoch über den Ausübungspreis, wird die Option wahrscheinlich ausgeübt. Das bedeutet, Sie sind verpflichtet, Ihre Aktien zum Ausübungspreis zu verkaufen. Ihr Gewinn ist dann auf die Differenz zwischen Ihrem Kaufpreis und dem Ausübungspreis zuzüglich der erhaltenen Prämie begrenzt. Sie verzichten zwar auf weitere Kursgewinne über den Ausübungspreis hinaus, haben aber dennoch einen Gewinn erzielt und gleichzeitig ein Einkommen generiert.
Vorteile und Risiken der Covered Call Strategie
| Kategorie | Beschreibung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Einkommensgenerierung | Regelmäßige Prämieneinnahmen durch Optionsverkauf. | Attraktiv in Seitwärtsmärkten. |
| Risikoreduzierung | Die Prämie puffert moderate Kursverluste der Aktie ab. | Kein vollständiger Schutz vor starken Verlusten. |
| Begrenzte Gewinnchance | Bei stark steigenden Kursen wird die Aktie zum Ausübungspreis verkauft. | Verzicht auf unbegrenzte Upside-Potenziale. |
| Mögliche Zwangsabgabe | Aktien müssen bei Ausübung der Option verkauft werden. | Kann langfristige Halteziele beeinträchtigen. |
Obwohl Covered Calls als relativ sicher gelten, sind sie nicht risikofrei. Das Risiko eines Kursverlusts der zugrunde liegenden Aktie bleibt bestehen, und die Prämie kann diesen Verlust nur teilweise abfedern.
Wichtige Checkpunkte: Das sollten Sie unbedingt beachten! 📌
Sind Sie uns bis hierher gut gefolgt? Da der Artikel lang ist, fassen wir die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen, damit Sie nichts vergessen. Bitte merken Sie sich die folgenden drei Dinge.
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Prämieneinnahmen als regelmäßiges Einkommen
Die Hauptattraktion der Covered Call Strategie ist die Möglichkeit, durch den Verkauf von Call-Optionen auf Ihre Aktien ein zusätzliches, regelmäßiges Einkommen zu erzielen. -
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Risikomanagement und begrenzte Gewinnchance
Die Strategie schützt moderat vor Kursverlusten, begrenzt aber gleichzeitig Ihre potenziellen Gewinne, falls der Aktienkurs stark ansteigt. -
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Marktbedingungen und Steueraspekte
Am besten funktioniert die Strategie in Seitwärts- oder leicht bullischen Märkten. Beachten Sie unbedingt die aktuellen steuerlichen Regelungen für Termingeschäfte in Deutschland, die sich ändern können.
Aktuelle Markttrends und steuerliche Aspekte in Deutschland 👩💼👨💻
Die Finanzmärkte haben in den letzten Jahren, bis einschließlich Mai 2026, eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Wir sehen eine fortgesetzte Digitalisierung des Handels, die den Zugang zu komplexeren Finanzprodukten wie Optionen für Privatanleger erheblich vereinfacht hat. Gleichzeitig sind die Märkte weiterhin von geopolitischen Ereignissen, Inflationssorgen und Zinsanpassungen beeinflusst, was zu erhöhter Volatilität führen kann. In solchen Phasen, wo reine Buy-and-Hold-Strategien manchmal ins Stocken geraten, können Covered Calls eine attraktive Möglichkeit bieten, unabhängig von starken Kursanstiegen regelmäßige Erträge zu erzielen. Viele Anleger nutzen diese Strategie, um ihre Rendite in Phasen moderater Kursentwicklung zu steigern oder um ein Polster gegen leichte Kursrückgänge aufzubauen.
In Deutschland unterliegen Gewinne aus Optionsgeschäften der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Seit 2021 gibt es zudem eine Verlustverrechnungsbeschränkung von 20.000 Euro pro Jahr für Termingeschäfte. Das bedeutet, dass Verluste aus Optionen nur bis zu dieser Höhe mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden können. Eine individuelle steuerliche Beratung ist hier unerlässlich, da sich die Gesetzeslage ändern kann und die persönliche Situation berücksichtigt werden muss.
Praxisbeispiel: Ein Covered Call in der Anwendung 📚
Um die Covered Call Strategie greifbarer zu machen, schauen wir uns ein konkretes Beispiel an. Stellen Sie sich vor, Sie sind Anleger und möchten Ihr Portfolio aktiv verwalten.
Situation der Anlegerin Maria
- Maria besitzt 100 Aktien des Unternehmens „Grüne Zukunft AG“, die sie vor einiger Zeit zu einem Preis von 50 € pro Aktie erworben hat.
- Der aktuelle Marktpreis der Aktie liegt bei 55 €. Maria ist der Meinung, dass der Kurs in den nächsten zwei Monaten wahrscheinlich stabil bleiben oder nur leicht steigen wird, rechnet aber nicht mit einem explosionsartigen Anstieg.
- Sie möchte die Aktie langfristig halten, aber in der Zwischenzeit gerne ein zusätzliches Einkommen generieren.
Marias Covered Call Handel
1) Maria verkauft eine Call-Option mit einem Ausübungspreis von 60 € und einem Verfallsdatum in zwei Monaten.
2) Für den Verkauf dieser Option erhält sie eine Prämie von 2 € pro Aktie, also insgesamt 200 € (für 100 Aktien).
Mögliche Endergebnisse nach zwei Monaten
– Szenario 1: Aktienkurs unter 60 € (z.B. 58 €): Die Option verfällt wertlos. Maria behält ihre 100 Aktien und die Prämie von 200 €. Ihr Gesamtgewinn aus dieser Strategie sind die 200 €. Ihre Aktien sind immer noch 58 € wert.
– Szenario 2: Aktienkurs über 60 € (z.B. 63 €): Die Option wird ausgeübt. Maria muss ihre 100 Aktien zum Ausübungspreis von 60 € verkaufen. Ihr maximaler Gewinn pro Aktie ist (60 € – 50 € Kaufpreis) + 2 € Prämie = 12 €. Ihr Gesamtgewinn beträgt 1.200 €. Sie hat zwar auf den Kursanstieg über 60 € verzichtet, aber dennoch einen schönen Gewinn erzielt.
– Szenario 3: Aktienkurs unter 50 € (z.B. 48 €): Die Option verfällt wertlos. Maria behält ihre 100 Aktien und die Prämie von 200 €. Sie hat einen Kursverlust von (50 € – 48 €) * 100 = 200 €, der jedoch durch die erhaltene Prämie vollständig ausgeglichen wird. Sie erleidet keinen Nettoverlust aus der Aktienposition.
Dieses Beispiel zeigt, wie die Covered Call Strategie in verschiedenen Marktsituationen funktionieren kann. Maria konnte in jedem Szenario entweder ein zusätzliches Einkommen generieren oder ihre Verluste abfedern. Es ist ein flexibles Werkzeug, das Ihnen hilft, Ihre Renditen zu steigern, solange Sie bereit sind, auf potenzielle unbegrenzte Kurs
