Fühlen Sie sich manchmal auch, als würden Ihre Aktien einfach nur „liegen“ und auf den großen Kursanstieg warten, während Sie in der Zwischenzeit keine zusätzlichen Erträge erzielen? Ich kenne das Gefühl nur zu gut! In Zeiten erhöhter Marktvolatilität und unsicherer Wirtschaftsaussichten, wie wir sie im Jahr 2026 erleben, suchen viele Anleger nach Wegen, ihr Portfolio zu optimieren und ein passives Einkommen zu generieren. Genau hier kommt eine bewährte Optionsstrategie ins Spiel: der Covered Call. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie diese Technik nutzen können, um Ihr Depot zum Arbeiten zu bringen! 😊
Was ist die Covered Call Strategie überhaupt? 🤔
Die Covered Call Strategie, auch bekannt als „gedeckter Call“ oder „Buy-Write-Strategie“, ist eine beliebte Optionsstrategie, die darauf abzielt, zusätzliche Einnahmen aus bereits bestehenden Aktienpositionen zu generieren. Sie kombinieren dabei den Besitz eines Basiswerts (z.B. Aktien) mit dem Verkauf einer Call-Option auf diesen Basiswert. Als Verkäufer (Stillhalter) der Call-Option erhalten Sie dafür eine Prämie. Im Gegenzug verpflichten Sie sich, Ihre Aktien zum festgelegten Ausübungspreis (Strike-Preis) zu verkaufen, falls der Käufer die Option ausübt.
Das Schöne daran ist, dass Ihr Risiko als Optionsverkäufer durch den Besitz der zugrunde liegenden Aktien „gedeckt“ ist. Sie müssen die Aktien im Falle einer Ausübung nicht erst am Markt kaufen, sondern können sie direkt aus Ihrem Depot liefern. Diese Strategie eignet sich besonders gut in Märkten mit seitwärts tendierenden oder leicht steigenden Kursen, kann aber auch bei leicht fallenden Kursen als Puffer dienen.
Die erhaltene Optionsprämie stellt ein sofortiges Einkommen dar und kann dazu beitragen, die Gesamtrendite Ihres Portfolios zu steigern oder leichte Kursrückgänge des Basiswerts abzufedern.
Warum Covered Calls gerade jetzt, im Jahr 2026? 📊
Das Börsenjahr 2026 ist, wie schon 2025, von einer spürbaren Nervosität und erhöhter Volatilität geprägt. Geopolitische Spannungen, die Unsicherheit über die zukünftige Zinspolitik und die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf verschiedene Sektoren sorgen für häufige und teils starke Kursschwankungen. In diesem Umfeld, wo Anleger teilweise innerhalb weniger Tage zwischen Euphorie und Skepsis wechseln, bietet die Covered Call Strategie eine attraktive Möglichkeit, von seitwärts tendierenden Märkten zu profitieren und gleichzeitig das Portfolio abzusichern.
Auch die Regulierung im Optionshandel entwickelt sich weiter. Seit dem 1. Juli 2026 ist das „Payment for Order Flow“ (PFOF) in Deutschland verboten, was potenziell Auswirkungen auf die Kostenstruktur bei einigen Neobrokern haben könnte. Dennoch bleibt der Handel mit klassischen Optionen für Privatpersonen grundsätzlich legal und über zugelassene Wege möglich. Experten wie Maya Chaudhuri von SheInvest.de betonen, dass Optionen der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg dank marktneutralen Strategiemöglichkeiten sein können, selbst für Einsteiger, die bereit sind, Wissen und Sorgfalt walten zu lassen.
Vorteile und Überlegungen der Covered Call Strategie im aktuellen Marktumfeld
| Aspekt | Vorteile (Chancen) | Nachteile (Risiken) | Aktueller Kontext (2026) |
|---|---|---|---|
| Einkommen | Regelmäßige Prämieneinnahmen | Begrenztes Gewinnpotenzial bei stark steigenden Kursen | Attraktiv in Seitwärtsmärkten mit erhöhter Volatilität |
| Risikomanagement | Absicherung gegen leichte Kursverluste | Kein vollständiger Schutz bei starken Kursrückgängen | Bietet Puffer in unsicheren Zeiten, wie dem „Zwischenwahljahr“ 2026 |
| Flexibilität | Regelmäßige Anwendung möglich | Erfordert Überwachung und Anpassung | Anpassbar an verschiedene Marktphasen, auch bei steigenden Zinsen |
| Regulierung | Klassischer Optionshandel legal in Deutschland | PFOF-Verbot seit 01.07.2026 könnte Kosten beeinflussen | Wichtigkeit der Brokerwahl und Transparenz |
Obwohl Covered Calls als weniger riskant gelten als ungedeckte Optionen, ist Ihr Gewinnpotenzial bei einem starken Kursanstieg des Basiswerts begrenzt, da Sie die Aktien zum Strike-Preis verkaufen müssen. Zudem schützt die Prämie nicht vollständig vor massiven Kursverlusten.
Kern-Checkpunkte: Das sollten Sie unbedingt beachten! 📌
Bis hierher alles klar? Da der Artikel etwas länger ist und man leicht den Überblick verlieren kann, möchte ich Ihnen die wichtigsten Punkte noch einmal zusammenfassen. Bitte merken Sie sich diese drei Dinge besonders gut:
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Sie müssen den Basiswert besitzen!
Der entscheidende Punkt eines Covered Calls ist, dass Sie die Aktien, auf die Sie die Option verkaufen, bereits in Ihrem Depot haben. Dies reduziert das Risiko erheblich. -
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Prämien als Zusatzeinkommen nutzen!
Die erhaltene Optionsprämie ist Ihr direkter Gewinn und kann Ihr Portfolio auch in Seitwärtsmärkten wachsen lassen. -
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Gewinn ist nach oben begrenzt!
Denken Sie daran: Bei einem Covered Call verzichten Sie auf Gewinne oberhalb des Ausübungspreises, falls die Aktie stark steigt.
Die Umsetzung der Covered Call Strategie 👩💼👨💻
Die praktische Umsetzung eines Covered Calls erfordert einige Überlegungen. Zuerst benötigen Sie eine bestehende Aktienposition, idealerweise von mindestens 100 Aktien oder einem Vielfachen davon, da ein Optionskontrakt in der Regel 100 Aktien abdeckt.
- Wahl des Basiswerts: Wählen Sie Aktien, die Sie langfristig halten möchten und bei denen Sie einen moderaten Kursanstieg oder eine Seitwärtsbewegung erwarten. Stabile Unternehmen mit Dividendenausschüttungen sind oft gute Kandidaten.
- Ausübungspreis (Strike-Preis): Der Strike-Preis sollte in der Regel über dem aktuellen Aktienkurs liegen. Je höher der Strike-Preis, desto geringer die Prämie, aber desto größer das Potenzial für Kursgewinne der Aktie. Ein niedrigerer Strike-Preis bringt eine höhere Prämie, aber das Risiko, dass die Aktien frühzeitig „weggerufen“ werden.
- Laufzeit: Kürzere Laufzeiten (z.B. 30-60 Tage) können zu häufigeren Prämieneinnahmen führen, erfordern aber auch eine aktivere Überwachung. Längere Laufzeiten bieten höhere Prämien, binden Sie aber auch länger.
- Implizite Volatilität: Eine höhere implizite Volatilität führt zu höheren Optionsprämien. Dies kann attraktiv sein, aber auch ein Hinweis auf höhere erwartete Kursschwankungen.
Achten Sie auf die steuerlichen Aspekte des Optionshandels in Deutschland. Seit 2026 gibt es klare Regeln zur Besteuerung von Optionsgeschäften, und es ist ratsam, sich hierzu genau zu informieren, da Gewinne und Verluste unterschiedliche steuerliche Behandlungen erfahren können.
Praxisbeispiel: So könnte es aussehen 📚

Stellen wir uns vor, Sie besitzen 100 Aktien des Unternehmens „TechInnovators AG“, die Sie zu einem Durchschnittspreis von 120 € pro Aktie erworben haben. Der aktuelle Kurs liegt bei 125 €. Sie möchten nun zusätzliche Einnahmen erzielen und entscheiden sich für einen Covered Call.
Situation des Anlegers
- Besitz: 100 Aktien der TechInnovators AG
- Durchschnittlicher Kaufpreis: 120 € pro Aktie
- Aktueller Kurs: 125 € pro Aktie
Covered Call Transaktion
1) Sie verkaufen eine Call-Option mit einem Ausübungspreis (Strike) von 130 € und einer Laufzeit von einem Monat.
2) Für den Verkauf dieser Option erhalten Sie eine Prämie von 2 € pro Aktie. Da ein Optionskontrakt 100 Aktien abdeckt, erhalten Sie insgesamt 200 € (2 € * 100 Aktien).
Mögliche Szenarien am Verfallstag (in einem Monat)
– Szenario 1: Kurs der TechInnovators AG liegt unter 130 € (z.B. 128 €)
Die Option verfällt wertlos, da der Käufer keinen Grund hat, die Aktien zu 130 € zu kaufen, wenn er sie günstiger am Markt bekommen kann. Sie behalten die 100 Aktien und die vereinnahmte Prämie von 200 €. Ihr Gewinn aus der Prämie beträgt 200 €.
– Szenario 2: Kurs der TechInnovators AG liegt über 130 € (z.B. 135 €)
Die Option wird ausgeübt. Sie sind verpflichtet, Ihre 100 Aktien zu 130 € pro Aktie zu verkaufen. Ihr Gewinn pro Aktie beträgt 10 € (130 € Verkaufspreis – 120 € Kaufpreis) plus die 2 € Optionsprämie, also insgesamt 12 € pro Aktie oder 1200 € für 100 Aktien. Sie verzichten jedoch auf den zusätzlichen Gewinn von 5 € pro Aktie (135 € – 130 €), den Sie erzielt hätten, wenn Sie die Aktien einfach gehalten hätten.
Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie Covered Calls in einem seitwärts oder leicht steigenden Markt zusätzliche Erträge generieren können. Sie opfern zwar einen Teil des potenziellen Gewinns bei einem starken Kursanstieg, erhalten aber im Gegenzug eine sofortige Prämie und eine gewisse Absicherung nach unten.
Fazit: Schlüssel zum Erfolg im Optionshandel 📝
Die Covered Call Strategie bietet eine attraktive Möglichkeit, Ihr Portfolio im Jahr 2026 zu diversifizieren und ein stabiles Zusatzeinkommen zu generieren. Angesichts der anhaltenden Marktvolatilität und des Interesses an alternativen Einkommensstrategien, bleibt der gedeckte Call eine relevante und oft unterschätzte Technik für Anleger. Es ist jedoch unerlässlich, die Funktionsweise genau zu verstehen, die Risiken abzuwägen und die Strategie sorgfältig an Ihre individuellen Anlageziele anzupassen.
Ich hoffe, dieser Einblick in die Welt der Covered Calls hat Ihnen neue Perspektiven eröffnet. Haben Sie schon Erfahrungen mit dieser Strategie gemacht oder planen Sie, sie auszuprobieren? Teilen Sie Ihre Gedanken und Fragen gerne in den Kommentaren mit – ich freue mich auf den Austausch! 😊
